BORN TO PUBLISH

5 Anzeichen dafür, dass du für das Verlagswesen geschaffen bist

Du kaufst Bücher, weil sie schön gemacht sind

Klar, der Autor ist gerade voll auf der Höhe. Okay, die Story ist laut Feuilleton superspannend. Das alles ist aber gar nichts, wenn das Buch nicht gut hergestellt wurde. Prägungen auf dem Cover, tolle Bindung, Lesebändchen und hey, das Papier! Herrlich! Wenn dich dein Umfeld bereits für einen perversen Materialfetischisten hält, bist du in der Verlagsherstellung genau richtig.

Du schaust bei einem neuen Buch zuerst ins Impressum

Schließlich interessiert dich brennend, welche Agentur das Buch in welcher Schrift gesetzt hat und von welcher Druckerei es gedruckt wurde. Von wem stammt die tolle Umschlaggestaltung? Die Macher des Produktes findest du mindestens genauso interessant wie das Produkt selbst.

Du hälst ein Hurenkind für hässlich, aber nicht für ein Schimpfwort

Schande! Katastrophe! Hurenkind! Was für Setzer, Layouter oder Mediengestalter das Schlimmste ist und unter allen Umständen zu vermeiden ist, verstehen Branchenfremde leicht falsch: Hier geht es nicht um Nachwuchs von Arbeiterinnen des horizontalen Gewerbes, sondern natürlich um den letzten Satz eines Absatzes auf einer neuen Seite ganz oben („man weiß nicht, wo es herkommt“).

Du flechtest „crossmedial“ unbewusst in deine Sätze ein

Ein gutes Zeichen! Du hast den Lauf der Dinge richtig erfasst und weißt, dass sich die Welt nicht mehr in Print und Digital einteilen lässt. Inhalte müssen am besten in jeglichen Formaten und über so viele verschiedene Kanäle wie möglich verfügbar sein – unter Rücksicht der formatgerechten Aufbereitung natürlich. Verlage freuen sich schon, dich kennenzulernen.

Du hast unschlagbare Argumente für die Buchpreisbindung

In erster Linie garantiert dieses Gesetz die flächendeckende Versorgung der Gesellschaft mit Büchern, denn wenn ein Buchtitel in jeder Buchhandlung dasselbe kostet, sind damit Preisschlachten wie in anderen Ländern unmöglich. Eine Versorgung durch eine Vielzahl an Buchhandlung dämmt die zunehmende Monopolisierung des Handels zumindest zum Teil ein und branchenfremde Handelskonzerne wie etwa Amazon erhalten nicht noch mehr Macht in der Verhandlung mit Verlagen. Verlage profitieren von der Reichweite des stationären Buchhandels ebenso wie der Kunde, der bis zum nächsten Buchladen nicht weit fahren muss. Insgesamt ein starkes System, das das Kulturgut Buch in Deutschland noch gut beschützen kann.

Findest du dich hier irgendwo wieder? Prima, dann kannst du ja direkt durchstarten!

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